Wer überhaupt und warum dieser Blog

 
Mein Name ist Beatrice von Moreau. Schon seit Kindesbeinen an liebe ich es zu schreiben. Meine erste Geschichte schrieb ich mit ca. 10 Jahren. Sie heißt »Die Schachtelstrapazen« und handelt von der Odysse meines Stoffwaschbären auf seinem Weg aus der Fabrik bis zu mir. 
 
Als Kind baute ich mir mit großer Freude Höhlen unter dem Wohnzimmertisch. Darin saß ich dann und dachte mir die Titel aus für all die großen Geschichten, die ich eines Tages schreiben wollte. Auch heute beginnt so manches Schreibprojekt mit dem Titel. »Traugott, das Warzenschwein« zum Beispiel hat sich darüber mit mir bekannt gemacht. 

Ich schreibe Theaterstücke für Kinder, die über den Kaiserverlag in Wien erhältlich sind. Mit meinem Mann zusammen produziere ich Hörspiele unter dem Label Hörchen - für große und kleine Öhrchen sowie Filme als Inci Pictures Filmproduktion. 
 
2020 habe ich mein erstes Buch veröffentlicht. Es heißt »Willkommen und Lebewohl - Eine Liebeserklärung an mein Sternenkind«. Darin schreibe ich über meinen Weg durch die Schwangerschaft mit einem Kind, von dem man mir in der 20. Schwangerschaftswoche sagt, dass es bald sterben wird. Spätestens wenn es zur Welt kommt. Ein Arzt klärt mich darüber auf, dass man "in so einem Fall" die Schwangeschaft auch abbrechen darf. Es ist meine erste Schwangerschaft. Eine sehr gewünschte. Mir leuchtet nicht ein, warum ich sie abbrechen soll. Und ich kann überhaupt nicht verstehen, weshalb mir das immer und immer wieder gesagt wird: »Sie dürfen auch abbrechen!« Ich will aber nicht abbrechen.
 
Wir suchen ein Krankenhaus aus in dem ich mich wohlfühle. Eines, das uns sympathisch ist, eine selbstbestimmte Geburt verspricht. Die Menschen dort machen den Eindruck, als ob sie sehr gut in der Lage sind uns bestmöglich zu begleiten. Ein Volltreffer. Ich komme durch eine sehr sensitive Hebamme in tiefen Kontakt mit meinem Kind. Sie gibt mir rhythmische Einreibungen. Während dieser wundersamen Behandlung sehe ich ganz klare Bilder von unserem noch ungeborenen Baby, das mir Botschaften übermittelt, die mich tief berühren. 

Über all das schreibe ich in »Willkommen und Lebewohl – eine Liebeserklärung an mein Sternenkind«. Das Buch ist in Wahrheit eine Liebeserklärung ans Leben, denn selten habe ich mich so lebendig und in meiner Kraft gefühlt wie während dieser Schwangerschaft. Wenn der Tod so präsent ist und jeder Tag der letzte sein könnte - denn niemand kann uns mit Bestimmtheit sagen wie lange unser Kindchen bei uns bleiben wird - lernt man jede Minute, jede Sekunde des Lebens bis auf's letzte aufzusaugen. Hinzu kommt, dass wir unserem Liebling die Zeit, die er mit uns hat, so schön wie möglich gestalten wollen.
Unser Sohn bleibt bis zur 37. Woche bei uns. Es ist für mich ein großes Geschenk ihn so lange tragen zu dürfen. Mit viel Licht kommt er zur Welt, einen Tag vor der Sommersonnenwende. 

Das Schreiben bedeutet mir sehr viel. Es ist für mich das kraftvollste künstlerische Instrument, um mich auszudrücken. Unser Sohn hat mich wieder mit dem Schreiben verbunden, nachdem ich es in den letzten Jahren oft hintenan gestellt hatte. Schon während der Schwangerschaft habe ich wieder viel geschrieben, aber danach bin ich förmlich in meine Schreibkraft hineinexplodiert. Neben der Arbeit am Buch habe ich seit dreienhalb Jahren fast jeden Tag Gedichte geschrieben, Geschichten...eben alles, was aus mir herauswollte. 

Auf diesem Blog werde ich einiges davon teilen und auch noch dies und jenes, was mir sonst so in den Kopf kommt oder auf der Seele lastet und aufgeschrieben werden möchte. Ich bin ganz aufgeregt darüber mit dem bloggen anzufangen. Ich habe das ehrlich gesagt schon seit einer langen Weile im Kopf, aber es war nie der richtige Moment dafür. Jetzt ist er scheinbar gekommen.

Ich wünsche viel Freude beim Lesen!




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